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Orgeln

In der Pfarreiengemeinschaft gibt es eine abwechslungsreiche Orgellandschaft. Diese reicht von der barocken Orgel in Bacharach, über die frühromantische in Oberheimbach, die pneumatische spätromantische in Trechtingshausen bis zum Neubau aus den 1990er Jahren in Niederheimbach.

  • Bacharach, St. Nikolaus

    Die ehemalige Kapuziner-Klosterkirche hat noch ihre erste Orgel. Sie wurde in den 1730er Jahren von einem bislang unbekannten Orgelbauer erstellt. 1779 fand eine größere Reparatur durch Johann Wilhelm Schöler (Bad Ems) statt (neue Quint und neue Bälge). Philipp Embach ersetzte 1826 das Register Tintinabulum durch Flaut travers und baute eine neue Trompete. 1850 wurde das Pedal durch Johann Martin Schlaad (Waldlaubersheim) erweitert. 1970 wurde die Orgel von Gebrüder Oberlinger (Windesheim) renoviert.

    Disopsition
    Manual (C-d''')Pedal (C-d')
    Gedackt (B/D) 8'Subbaß 16'
    Flaut travers (D) 8'Octavbaß 8'
    Principal 4' 
    Flaut 4'-Pedalkoppel-
    Salicional 4' 
    Quint 3' 
    Octav 2' 
    Terz 1 3/5' 
    Mixtur 3-fach 1' 
    Trompete (B/D) 8' 
  • Bacharach, St. Josef

    Bereits im 19. Jahrhundert gab es in der Josefskapelle eine kleine Hausorgel. Von ihr wurde 1846 berichtet Diese kleine Orgel ist in sehr armen Zustande, was den ton betrifft; in bezug auf ihre alterthümliche Fassung aber wertvoll. Sie war 1872 bereits verkauft. Zwischenzeitlich besorgten Harmonien und elektronische Instrumente den musikalischen Dienst. Seit 2015 steht hier als Dauerleihgabe ein Orgelpositiv. Das Gehäuse stammt aus der Zeit um 1660 das darin befindliche Werk wurde 1968 durch die Firma Kubak in Augsburg neu geschaffen.

    Disposition
    Manual (C, D-c''')Pedal (C, D-f)
    Copel 8'(an Manual angehängt)
    Floete 4' 
    Principal 2' 
    Octav 1' 
  • Niederheimbach, Maria Himmelfahrt

    Hier soll schon vor 1687 eine Orgel vorhanden gewesen sein. 1730 stirbt der Organist Johann Brands. Franz Heinrich Stumm (Sulzbach/Hunsrück) baute 1824 eine neue Orgel, deren Gehäuse noch erhalten ist. Ein neues Gebläse wurde 1898 eingebaut. Nach dem Neubau der Kirche wurde 1923 eine neue Orgel (II+P, 24 Register) durch die Fa. Weigle (Echterdingen/Stuttgart) als Opus 562 gebaut. Sie wurde am 16. November 1924 eingeweiht. Das Gehäuse dieser Orgel sowie 9 Register konnten bei dem Neubau 1992 durch Gerd Mayer (Heusweiler/Saar) wiederverwendet werden. 6 Register wurden erst 1994 eingebaut.

    Disopsition
    I. Hauptwerk (C-g''')II. Schwellwerk (C-g''')Pedal (C-f')
    Bourdun 16'Weitgedackt 8'Violon 16'
    Principal 8'Salicional 8'Subbaß 16'
    Flute Octav 8'Schwebung 8'Octavbaß 8'
    Octave 4'Traversflöte 4'Choralbaß 4'
    Rohrflöt 4'Quinte 2 2/3' 
    Sifflet 2'Superoctave 2'-Manualkoppel-
    Mixtur 4-fachTerz 1 3/5'-Pedalkoppel HW-
    Trompete 8'Octävlein 1'-Pedalkoppel SW-
     Hautbois 8' 
     -Tremulant- 
  • Oberheimbach, St. Margaretha

    Diese Orgel wurde 1866 von den Gebrüder Stumm (Sulzbach/Hunsrück) einmanualig gebaut. Später wurde sie um das II. Manual erweitert. Im 1. Weltkrieg wurden die Prospektpfeifen abgegeben und später durch Zinkpfeifen ersetzt. Nach dem 2. Weltkrieg wurde der Pedalumfang von c auf g erweitert. Im Herbst 2003 erfolgte eine Ausreinigung durch die Firma Mayer (Heusweiler). Der Prospekt ist neugotisch. Der Spielschrank ist an der linken Seite.

    Disposition
    Hauptwerk (C-f''')Echowerk (C-f''')Pedal (C-g)
    Bourdun 16'Geigen Principal 8'Subbaß 16'
    Prinzipal 8'Salicional 8'Octavbaß 8'
    Gedackt 8'Lieblich Gedackt 8' 
    Harmonika 8'Gemshorn 4'-Manualkoppel-
    Gamba 8' -Pedalkoppel HW-
    Octav 4'  
    Flöte 4'  
    Quint 3'  
    Octav 2'  
    Trompet 8'  

     

  • Trechtingshausen, St. Clemenskirche

    Bevor die heutige Pfarrkirche St. Clemens gebaut wurde, stand an gleicher Stelle eine Kreuzkapelle. Sie hatte schon eine Orgel, die nach dem Abriss der Kreuzkapelle 1823 nach (Lorch-) Espenschied verkauft wurde. Für die neue Kirche schufen die Gebrüder Stumm (Sulzbach/Hunsrück) ein neues Werk. 1925 baute hier Johannes Klais (Bonn) sein Opus 631. Sie hat einen freistehenden Spieltisch. Spiel- und Registertraktur sind pneumatisch. Die Orgel wurde 2011 durch die Firma Christian Gerhard & Söhne (Boppard) renoviert.

    Disposition
    I. Hauptwerk (C-g''')II. Schwellwerk (C-g''')Pedal (C-g')
    Bordun 16'Hornprincipal 8'Principal 16'
    Principal 8'Sologamba 8'Subbass 16'
    Konzertflöte 8'Bordunalflöte 8'Zartbass 16'
    Dulciana 8'Quintatön 8'Violon 8'
    Octav 4'Dolce 8'Flötenbass 8'
    Mixtur cornett 2-3 fachVox Coelestis 8'Salicetbass 8'
     Traversflöte 4' 
     Aeoline 8' 
     Harm. aetherra 3-4 fach 
     Trompete 8' 
    -Manualkoppel-  
    -Sub II-I--Sub II--Pedalkoppel HW-
    -Super II-I--Super II--Pedalkoppel SW-

Lust am Orgelspielen?

Orgelunterricht

Die Orgel wird als "Königin der Instrumente" bezeichnet, da sie ein ganzes Orchester (Flöten, Trompeten, Streicher, ...) an Klangfarben zur Verfügung stellt. Dabei hat sie doch auch menschliche Züge: Sie hat ein Gesicht (Prospekt) und Ohren (zumindest bei barocken Orgeln), Lippen(-Pfeifen), Zungen(-Pfeifen), Füße und eine Lunge (Blasebälge). Manche äußern sich auch mit Menschenstimme (Vox humana), Engelsstimme (Vox angelica) oder Himmelsstimme (Vox celestis).

Neugierig geworden? Wenn Du Lust hast, das "traktieren" von Orgeln mit Händen und Füßen zu erlernen, bietet das Bistum Trier verschiedene Möglichkeiten.

Ansprechpartner für die Kirchenmusik im Dekanat St. Goar:
Dekanatskantor Michael Steinbach.
Telefon: 06747-1290331
michi.steinbach(at)gmx.de